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Logo: KlimawandelIllustration
Wann wirds mal wieder richtig Sommer?
Die Heizung der Erde
Warum das Klima so launisch ist
Ende eines langen Sommers
Die Erde funkt längst Signale
Was erwartet Sachsen?
Wer zu spät kommt, spürt die Folgen
Sieht so der künftige Winter aus?
Gesundheit: Durstlöscher gesucht
Kein Erdenfleck bleibt verschont
Kyoto-Protokoll: Zu brav für ein tonnenschweres Problem
Denke global, handle lokal
Kohle kann pessimistisch stimmen
Das Klima ist kostengünstiger zu haben
Fossiler Zündstoff
Energie im Überfluss
Wünschen Sie ein Happy End? Interview mit einem
Klimaforscher
Klimakapsel

Zitat

"Immerhin glauben wir zu wissen, wie man die Klimaänderungen in den Griff bekommen könnte, müssen aber mit ansehen, wie heute die Weichen falsch gestellt werden. Das kann einen ziemlich mitnehmen."

Hans Joachim Schellnhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, auf die Frage: "Sind Klimatologen Melancholiker?" in der Süddeutschen Zeitung vom 22. Juli 2006

Wann wirds mal wieder richtig Sommer?

Schwitzen Sie, wenn Sie dieses Bild sehen?

Kraftwerk Boxberg

Fotomontage, wie das Braunkohlekraftwerk Boxberg, das dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall Europe gehört, künftig aussehen soll. Bis 2011 entsteht in Boxberg ein neuer Block

Sie glauben, Sie schwitzen nur in heißen Sommern? Ins Schwitzen bringt uns aber auch das Kraftwerk Boxberg, das aus Braunkohle Strom erzeugt.

Das Problem

Der Mensch gewinnt seine Energie weltweit vor allem aus fossilen Rohstoffen wie Kohle, Öl und Gas und bläst damit täglich rund 80 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) als Abfallprodukt in die Luft.

Die Folge

Das Kohlendioxid ist wie ein Wollschal und erwärmt die Erde. Die entsprechenden statistischen und physikalischen Beweise liefern Klimaforscher seit Jahrzehnten. Sie prognostizieren, dass der Mensch künftig unter stark veränderten klimatischen Bedingungen leben muss.

Die Lösung

Der Mensch gewinnt seine Energie so bald wie möglich aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Pflanzen statt aus fossilen Rohstoffen. Er reduziert damit seinen Kohlendioxid-Ausstoß deutlich. Ziel für Sachsen muss es sein, nicht mehr als 10 Millionen Tonnen CO2 im Jahr zu emittieren, also nur 2 Tonnen pro Kopf und Jahr. Der Klimawandel kann zumindest abgeschwächt werden.

Die Realität

In Sachsen lagern Millionen Tonnen Braunkohle unter der Erde. Das fossile Material ist der Lieblingsrohstoff der sächsischen Landesregierung, die bei Energiefragen immer wieder betont: Sachsen ist ein Braunkohleland und wird es in den nächsten Jahren auch bleiben.

Dabei ist die Kohle - verglichen zu Energiequellen wie Windkraft oder Biomasse - ein alter Ladenhüter, den man nur noch nutzt, weil Deutschland ihn auf Lager hat.

So erzeugt Sachsen seinen Strom

Legende:
fossil (Braunkohle; Erdgas, Heizöl) rund 90 Prozent
erneuerbar: (Windkraft, Wasserkraft, Biomasse) 10 Prozent
(Quelle: Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit 2005,
Sächsischer Umweltminister Stanislaw Tillich Juni 2006)

Der staatliche schwedische Bergbau- und Energiekonzern Vattenfall Europe

schürft in der Lausitz nach Braunkohle - Dörfer wurden abgerissen und umgesiedelt, der Grundwasserpegel in der Region sank; dennoch darf Vattenfall weiter expandieren. So wird der Konzern in Boxberg - das einst das größte Braunkohlekraftwerk der DDR war - einen neuen Block bauen, der ab 2011 Strom liefern soll. Laufzeit: 40 Jahre. Die positive Nachricht für den Konzern: Die Gewinne steigen. Die positive Nachricht für die Region: Es entstehen dauerhaft knapp 100 Arbeitsplätze.

Die negative Nachricht für alle:

Die Folgen des Kraftwerkes Boxberg

Schon ohne neuen Block ist das Braunkohlekraftwerk Boxberg das klimaschädlichste Werk in Sachsen. Die Anlage verursacht rund ein Drittel der Kohlendioxid-Menge, die das Bundesland jährlich in die Atmosphäre bläst.

Das Gas wird nicht über Sachsen bleiben, sondern um den Erdball ziehen, global die Erde aufheizen und zahlreiche Klimastörungen verschulden. So prognostizieren Klimaforscher in den kommenden Jahrzehnten für Sachsen noch heißere und trockenere Sommer als bisher. Sie kommen definitiv ins Schwitzen!


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